DTMT #021: Flucht aus der Ukraine
Shownotes
Links aus unserer Folge:
- Website: ARD Plus Mediathek - Film "20 Tage in Mariupol": https://www.ardplus.de/details/a0S01000001aeG1-20-tage-in-mariupol
"Dein Thema - Mein Thema" ist eine Produktion von max neo und wird jeden Freitagnachmittag veröffentlicht.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Hi, ihr Lieben und herzlich willkommen zu unserer Podcast.
00:00:04: Dein Thema ist mein Thema!
00:00:05: Ich bin die Vektoria aus der Max-Neur-Redaktion Eure Host diese Woche Und mit mir habe ich als Gast meinen Mutter Ludmila.
00:00:13: Hi Mama!
00:00:14: Hi Vektori, freue mich hier zu sein.
00:00:16: Ich freue mich auch dass du da bist.
00:00:18: Danke für deine Zeit.
00:00:20: Und heute haben wir eine extra Folge für euch vorbereitet Über unsere Flücht aufs Ukraine und unser Weg nach Deutschland.
00:00:28: Jeden Freitag bringen wir euch zwei Themen mit, die uns im Team besonders wichtig sind.
00:00:35: Aber da wir heute so ein großes Thema behandeln, sprechen wir ausnahmsweise nur darüber und im Anschluss gibt es dann noch einen Tipp für eure Stadt ins Wochenende!
00:00:47: Jetzt kommen wir zu unserem Thema.
00:00:50: Migration spielt heute eine große Rolle, besonders seit dem Krieg in der Ukraine angefangen hat.
00:00:57: Viele Menschen mussten ihr zu Hause verlassen und sich ein neues Leben aufbauen.
00:01:03: Genau darüber möchten wir in dieser Folge sprechen.
00:01:06: Was bedeutet Migration im Zusammenhang mit der Ukraine?
00:01:11: Und wie beeinflusst sie unsere Leben?
00:01:13: Wir wissen ja alle, was in der Ukraine passiert ist.
00:01:16: Wir kommen selber aus der Ukraine und haben auch alles selbst erlebt!
00:01:21: Ich würde euch gerne ein bisschen über die Ukrainer und die Migration nach Deutschland entzählen.
00:01:27: Krieg hat am fünfundzwanzigste Februar im Jahr two-tausend zwanzwanzig angefangen.
00:01:33: Russland hat die Ukranien angegriffen.
00:01:35: Ich erinnere mich noch, wie meine Mutter an diesem Tag gesagt hat.
00:02:00: Soll ich jetzt zur Arbeit kommen?
00:02:03: Ja, ich habe das gesagt.
00:02:04: Erinnere mich auch in der Ukraine, arbeitete ich als Lehrerin und die Schule war ein großes Teil meines Alltags.
00:02:12: Ich unterrichtete, bereitete Materialien vor begleiteten Kinder und arbeiteten mit Kolleginnen und Kollegen.
00:02:20: an diesem Tag war es ein riesiges Schock für mich.
00:02:25: Ja, für mich auch also wirklich... ich konnte niemals vorstellen oder sowas in unserer Gesellschaft, in unsere Realität passiert könnten.
00:02:35: Also das war wirklich sehr schreckliche Zeit.
00:02:37: zum Beispiel In Supermarkt.
00:02:40: wir konnten gar kein Essen kaufen weil es gab keinen Essen überhaupt oder es gab kein Wasser.
00:02:45: Wir können auch nicht trinken.
00:02:47: Stellen Sie mal einfach vor eine Woche ohne Internet ohne Strom ohne Wasser.
00:02:54: Das ist aber wirklich sehr schwer.
00:02:57: Und bevor sich alles verändert hat Führte ich ein normales Leben in Tchaikov?
00:03:02: Ich ging zur Schule.
00:03:03: Ich glaube, ich war Achteklasse oder so, traf mich mit Freunden und machte Pläne für meine Zukunft.
00:03:10: Meine Familie, meine Zuhause und meine vertraute Umgebung gaben mir Sicherheit!
00:03:16: Ich hätte mir niemals vorstellen können dass ich eines Tages alles zurücklassen musste Und deswegen haben wir entschieden, Ukraine zu verlassen.
00:03:26: Weil dort wirklich zu gefährlich war.
00:03:29: Nach einigen Monaten sind wir nach Deutschland gezogen.
00:03:33: Viele Menschen vor allem Frauen und Kinder verlassen die Ukrainer weil sie Angst hatten.
00:03:40: tausende Menschen versuchten gleichzeitig die Stadt zu verlassern.
00:03:44: der Bahnhof war volle Menschen.
00:03:46: jeder wollte nur eines in Sicherheit sein war völlig überfüllt.
00:03:54: Es gab gar keinen Platz zum Sitzen!
00:03:56: Wie sind, ich glaube so, fünfundzwanzig Stunden oder im Zug einfach gestanden?
00:04:02: Ja es gab keine Platz im Zug und wir mussten fünfund zwanzig Stunden stehen.
00:04:08: Es gabs kein Platz in den Zug.
00:04:10: Und so viele Leute waren da...
00:04:13: Das war wirklich wirklich sehr schäglich!
00:04:16: Banjo fleuren ich nach meinem Mutter für kurze Zeit.
00:04:20: Ich habe einfach meinen Mutter verloren.
00:04:21: Ich bin so gerannt, weil es gab so viele Menschen und ich war klein.
00:04:25: Und ich hab mein Mutter verloren!
00:04:26: Das war wirklich eine Katastrophe für uns beide.
00:04:30: was der wirklich schreckliche Moment.
00:04:32: Zum Glück habe ich meine Mutter gefunden und diese Stunde gehören zu den schwersten Erinnerungen meines Lebens.
00:04:39: Andere suchten Schutz in Käler, U-Bahn oder Schutzräumen.
00:04:44: Das war nicht einfach.
00:04:46: Für mein Mutter ausreise das war auch nicht einfach.
00:04:52: Ja,
00:05:10: also wirklich.
00:05:11: Ich glaube ich bin nur mit einem Rucksack oder so gegangen?
00:05:19: Wir hatten keine Koffer, gar nichts.
00:05:22: Nur ein Rucksack und das war wirklich sehr stressig.
00:05:27: Und ich dachte, Krieg wird eine Woche oder zwei Wochen Jochstens dauern!
00:05:34: Es dauert schon leider vier Jahre.
00:05:37: Ich glaube, dass wir diesen Tag nicht vergessen.
00:05:41: Viele Ukrainer vergessen es auch nicht.
00:05:43: Und jetzt wohnen wir schon seit, ich glaube vier Jahre ungefähr ja in Deutschland und in Deutschland leben aktuell etwa ein Komma vier Millionen Menschen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit die im Zusammenhang mit dem Krieg eingereist sind.
00:06:00: Insgesamt beläuft sich die Gesamtzahl der menschenmitukranische Hintergrund inklusiv zwei Kommas sechs Millionen Personen Besonderes zu einem großen Teil aus Frauen und Kindern.
00:06:14: Jetzt sehr viele Menschen aus der Ukraine leben jetzt in anderen Ländern, zum Beispiel Frankreich, Polen, Tschechien, Kanada, überall.
00:06:24: Dort müssen sie lernen wie das Leben dort funktioniert.
00:06:27: Das nennt man Integration.
00:06:30: Integration ist gar nicht so einfach wie man denkt.
00:06:33: Ich glaube für mich persönlich war es sehr schwer.
00:06:39: Ja, ein
00:06:45: wichtiges Teil der Ingration war für mich die deutsche Sprache.
00:06:49: Ich begann Schritt vor Schritt, deutsche Sprachen zu lernen zum Beispiel wie man Formulare ausfühlt, Gespräche führt und sich im Attack zurück.
00:06:58: zurückfinden.
00:06:59: Mit den zwei merke ich, dass Sprache nicht nur Kommunikation bedeutet sondern auch Zugang zu Arbeit, Kontakten und Selbstständigkeit.
00:07:08: und es war auch schwierige Zeit weil ich deutsche Sprache konnte gar nichts sprechen.
00:07:16: Also für mich, das war auch genauso schwierig.
00:07:19: Weil ich konnte auch gar kein Deutsch.
00:07:21: Als ich nach Deutschland dann gekommen bin, war alles fremd.
00:07:25: Ich glaube vorher, ich war so einmal oder zweimal ausland und einfach nur zur Urlaub aber einfach zum Leben... Und das war gar nichts geplant!
00:07:34: Das war wirklich sehr... sehr nicht einfach.
00:07:37: Und zuerst habe ich die Brückenklasse besucht, unter einer Brückenklasse versteht man in Deutschland eine spezielle Schulklassen für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche aus der Ukraine.
00:07:48: Der Fokus liegt auf intensivem Sprachhebe um die Schule schrittweise in den regulären Schulunterricht-Regelklasse zu integrieren.
00:07:57: Das heißt das bedeutet wir müssten... Ich glaube wir halten so vier oder bis fünf Stunden nur Deutsch Deutsch gelernt, also von Null quasi.
00:08:06: Wir haben erst DERDIDAS gelernt dann nach Grammatik, Satzbau und so weiter Und so ich glaube eine Stunde oder zwei Stunden hatte noch Mathe und Naturwissenschaften So neben Fächer.
00:08:18: Aber Hauptfokus lag natürlich am Deutsch Weil Deutsch ist schwieriger Sprache.
00:08:24: Ich glaube jeder stimmt das mit mir zu weil DERDI-DAS akkusativ nahmen.
00:08:29: Das war wirklich schwierig Schwierig, schwierig, schwierig Und dort begann ich natürlich Deutsch zu lernen und mich langsam an mein neues Leben zu gewöhnen.
00:08:40: Anfangs war vieles schwierig, aber gab nicht auf.
00:08:43: Nach der Brückenklasse wechselte ich auf die Realschule.
00:08:47: Mit dem Zeit fand ich neue Freunde und fühlte mich immer mehr angekommen.
00:08:51: Schließlich schloss sich ihre Realschuhe erfolgreich ab!
00:08:55: Ich habe wirklich für den Realschutzabschluss echt sehr viel gelernt, ich habe sehr viel Mühe gegeben – und geschafft!
00:09:00: Deswegen alles möglich!
00:09:02: Ja, ich stolz auf dich, Doktorin.
00:09:07: Danke!
00:09:09: Und heute besuche ich die Fachoberschule und arbeite an meinen Träumen und meiner Zukunft.
00:09:17: Ich will noch etwas dazu sagen.
00:09:18: zur Integration weiß für mich das wirklich nicht einfach aber Ja,
00:09:49: natürlich.
00:09:50: Ein Umzug ist ein anderes Land bedeutet Veränderungen.
00:09:54: Ich habe meine gewohnte Umgebung meiner Arbeit und meine Vertrauen abläufe zurückgelassen.
00:10:01: Aber gleichzeitig habe ich neue Möglichkeiten gewonnen, auch Sicherheit berufliche Perspektive neuen Kontakten und die Chancen neuen Chancenen mich
00:10:11: weiterzuentwickeln.".
00:10:13: Ja!
00:10:13: Absolut, absolut.
00:10:15: Ich bin wirklich mehr erhebt, dass ich hier bin!
00:10:18: Ich hoffe, ich schaffe nächstes Jahr meine Abitur zu schreiben und dann wirklich schon überlege ich mir zu studieren.
00:10:25: Und mal schauen, mal schauen...
00:10:27: Ja, und ich wollte sagen, alles ist möglich.
00:10:29: Wir sind nur vier Jahre hier in Deutschland.
00:10:31: Ich habe auch einen Job gefunden ja und ich arbeite jetzt und meine Tochter macht nächstes Jahres Abituren.
00:10:42: Sie schafft das!
00:10:43: Ja, alles ist möglich wirklich.
00:10:46: Alles ist possible.
00:10:48: einfach machen, Mühe geben und nicht aufgeben.
00:10:53: Und jetzt?
00:10:54: Natürlich!
00:10:55: In Deutschland ist es cool, aber ich glaube viele Fragen ausländische Leute oder Leute aus der Ukraine.
00:11:01: Wo ist unsere Zuhause?
00:11:03: Also hier oder in der Ukraine?
00:11:06: Aber ein Teil meines Herzens wird immer in Tchaikov bleiben!
00:11:10: Weil das ist mein... Ich habe dort aufgewachsen.
00:11:12: Ich hab in Tchakov bis zu dreizehn Jahre alt gelebt und ich konnte das einfach nicht vergessen.
00:11:20: Zu einem Teil meines Lebens geworden.
00:11:23: Vielleicht bedeutet Heimat nicht nur einen Ort, vielleicht habe ich heute zwei Heimaten.
00:11:28: Wenn ich auf meinen Weg zurück blieke sehe ich es nicht nur Angst und Verlust.
00:11:33: Ich sehe auch Mut Hoffnung Und viele Menschen die uns geholfen haben.
00:11:37: Ich bin erst achtzehn Jahre alt und mein Weg hat gerade erst begonnen.
00:11:42: Auch nach den dunkelsten Zeiten kann ein neues Kapitel beginnen.
00:11:46: Ja, manchmal frage ich mich auch, wo ist mein Zuhause jetzt?
00:11:51: Und die Antwort ist ganz nicht einfach.
00:11:54: Vielleicht ist mein zu Hause dort, wo ich morgens auch wache und weiß dass ich sicher bin.
00:11:59: Vielleicht dort wo ich arbeite, lerne und lache vielleicht dort wo Menschen mich verstehen auch ohne viele Wörter.
00:12:07: Vielleicht habe ich jetzt auch zwei Heimaten und vielleicht ist das kein Verlust und Sonder auch Geschenk.
00:12:16: Ja,
00:12:17: auf jeden Fall.
00:12:18: Und natürlich wie immer gewohnt haben wir für euch ein Tipps für Wochenende!
00:12:24: Wir haben einen Tipp für euch sondern einen Film.
00:12:29: In dem Film geht es darum wie Menschen in der ukrainischen Stadt die ersten Tag Krieg erleben.
00:12:38: Der Film ist echt schwer aber für uns ist der Film wichtig.
00:12:42: Er zeigt, wie schlimm Krieg für Menschen ist.
00:12:47: Ich glaube, Marjupel war auch in der Grenze von Russland und es war wirklich sehr stark gestört von russischen Leuten.
00:12:55: Deswegen schalte ich euch anschauen überlegt weil es wirklich sehr starke Filme ist.
00:13:03: Zum Schluss sage ich natürlich Danke dass ihr uns zugehört habt.
00:13:09: wenn ihr selbst zwischen zwei Welten lebt euch neu orientiert oder manchmal müde seid, ihr seid nicht alleine.
00:13:16: Wir gehen diesem Weg gemeinsam und jede Schritt auch der kleinste bringt uns weiter!
00:13:22: Nie aufgeben Leute einfach immer weiter machen!
00:13:26: Falls euch diese Folge gefallen hat jeden Freitag gibt es eine neue Folge und ihr könnt uns überall hören wo es Podcasts gibt.
00:13:35: lasst uns auch gerne eine Bewertung und abonniert den Podcast, um keine Folgen zu verpassen.
00:13:44: Bis zum nächsten Mal!
00:13:45: Tschüss!
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